Protokoll der WPBV Hauptversammlung 24.08.2016

Anwesende Funktionäre:
Erich Gruber
Christina Drexel
Martin Reiter
Andreas Huber
Patrick Kraxner
Mario Weidler

Entschuldigt: Gregor Jurkowitsch (Arbeit)
Peter Stückler (Urlaub)

Anwesende Vereinsvertreter:
Georg Schittenhelm Top Shot
Florian Herzinger Union Wien
Melanie Ayaydin Jokers
Patrick Kraxner Lizard

Weitere Anwesende: Ernst Müller (Billard KÖÖ Sieben)
Robert Röhr (Oberschiedsrichter)

1. Der Präsident Erich Gruber eröffnet die a.o. HV um 18:15 Uhr und begrüßt die anwesenden Vereinsvertreter und Präsidiumsmitglieder.

2. Stimmrechte:
Die Vereine erhalten Stimmen aufgrund der Lizenzspieleranzahl der vergangenen Saison. Der Durchschnitt der Lizenzspieler pro Verein lag bei 16,14. Dies ergibt folgende Stimmrechte:

2 Stimmen: Top Shot, Lizard, Pooldogs und Pool Kings
1 Stimme: Jokers, Union und Vienna City

Damit ergeben sich insgesamt 11 mögliche Stimmen. Martin Reiter und Mario Weidler stellen den Antrag, für Pooldogs bzw. Pool Kings stimmen zu dürfen. Diesen Anträgen wird stattgegeben.
Die anwesenden Vereinsvertreter repräsentieren somit 10 von 11 möglichen Stimmen. Die Beschlussfähigkeit ist damit gegeben.

3. Christina Drexel wird als Protokollführerin bestellt.

4. Das Protokoll der ao. HV am 26. August 2015 wird einstimmig genehmigt.

5. Anträge

5.1 Antrag Pooldogs zur Förderung von Jugendtrainings
Pooldogs hat einen Antrag gestellt, der die (finanzielle) Förderung von Jugendtrainings, die von anerkannten Übungsleitern, Lehrwarten etc. im Verein durchgeführt werden, betrifft. Der komplette Antrag wurde den Vereinen vor der Sitzung übermittelt. Auszug:
“Förderung von Jugendtraining durch einen Übungsleiter (Lizenzklasse: Jugend, Knirpse, Schüler, Mädchen) pro Stunde € 10,– mit einer maximalen Deckelung von 1.000,– pro Verein/Jahr (Saison).“
Martin Reiter begründet den Antrag unter anderem damit, dass wir Trainerkosten über die WBU abrechnen können. Der Präsident stellt allerdings klar, dass dies nur im Rahmen der vom Land Wien zugesprochenen Geldmittel passieren kann. In den letzten Jahren haben wir
für den „Traineranteil“ ca. 300€ pro Saison bekommen. Das letzte vom WPBV geförderte Jugendtraining ist von Florian Göltl als ausgebildeter Billardtrainer durchgeführt worden. Er hat damals ein Honorar von ca. 400€ pro Jahr bekommen. Grundsätzlich sind sich alle Vereine einig, dass die Jugendarbeit zu den wichtigsten Aufgaben des Verbandes gehört, und eine Entgeltung für Übungsleiter (oder Lehrwarte etc.) gewährt werden kann und soll, wenn das Budget dafür vorhanden ist.
Über den Antrag wird aber nicht unmittelbar abgestimmt. Man einigt sich darauf, ein genaueres Konzept inklusive Förderrichtlinien auszuarbeiten (z.B. ob nur Trainings mit Lizenzjugendlichen gefördert werden). Ein grobes Gerüst für die Vorgangsweise könnte so aussehen:
• Vereine, die sowohl Jugendliche haben als auch planen, vereinsinterne Jugendtrainings durchzuführen, können zu Saisonbeginn einen Antrag auf Vergütung beimWPBV einreichen.
• Der Antrag sollte Informationen über die Anzahl der Jugendlichen, Kalender der geplanten Trainings, Ausbildungsstufe der Trainer etc. beinhalten.
• Das Präsidium erstellt auf Basis der eingegangenen Anträge einen Budgetplan und reserviert die Geldmittel.
• Der Nachweis und die Abrechnung erfolgen über PRAE-Listen. Auszahlung am Ende der Saison.

5.2 Neue Mitglieder – „KÖÖ Sieben – Billard“
Es gibt einen neuen Pool-Verein in Wien, der den Antrag auf Aufnahme in den WPBV stellt.
Die Nichtuntersagung durch die Vereinsbehörde liegt vor. Die Statuten wurden dem Präsidenten zugesendet, und sind auf der Homepage des Vereins abrufbar.
Vereinsname: „KÖÖ Sieben – Billard“
ZVR-Nummer: 777145852
Der Verein hat seinen Spielort im KÖÖ Kirchengasse. Er hat derzeit ca. 10 Mitglieder. Ernst Müller ist der Obmann, Mario Szöke der Kassier. Der Verein möchte ein bis zwei Mannschaften in der Landesliga stellen, aber keine Turniere ausrichten.
Nach dieser Vorstellung des neuen Vereins werden die Vereinsvertreter zur Abstimmung über die Aufnahme in den WPBV gebeten. Diese Abstimmung geht mit 6 Stimmen dafür und 4 Stimmen dagegen aus. Da die Aufnahme bzw. der Ausschluss von Mitgliedern eine 2/3 Mehrheit erfordern, werden die Gegenstimmen um eine Begründung gebeten und die Diskussion fortgeführt.
Die Lizards sind gegen den neuen Verein, weil sie eine Abwerbung der eigenen Mitglieder fürchten bzw. dies vereinzelt schon passiert ist. Außerdem waren sie bereits mit dem KÖÖ Kirchengasse in Gesprächen zur Mitbenützung des Lokals (9-Fuß-Tische) bei Turnieren bzw.
Ligarunden, und dies ist jetzt durch die Errichtung des neuen Vereins hinfällig.
Die Einwände der Pool Kings beziehen sich auf den Vereinsnamen, der lt. ÖPBV den Vereinsort („Wien“) beinhalten muss. Diese Bedingung ist allerdings durch eine Umbenennung des Vereins recht einfach zu erfüllen.
Der Präsident bemerkt, dass sich das WPBV-Präsidium natürlich über neue Mitglieder freut, und bisher kein Antragsteller abgelehnt wurde. Es bestehen allerdings gewisse Bedenken bezüglich der Stabilität von kleinen Vereinen, wie die Erfahrung mit Vienna City letztes Jahr gezeigt hat.
[Nachtrag: Zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Protokolls hat Vienna City bereits alle offenen Verbindlichkeiten mit dem WPBV beglichen.]
Nach Darlegung der Standpunkte und Einwände wird eine zweite Abstimmung durchgeführt. Diesmal geht sie mit 7 Stimmen für die Aufnahme, 2 dagegen und einer Enthaltung aus. Die erforderliche 2/3 Mehrheit ist damit gegeben, und der Verein KÖÖ Sieben in den WPBV aufgenommen. Ernst Müller wird die oben erwähnte Umbenennung so bald wie möglich bei der Vereinsbehörde einreichen.

6. Aktualisierung des Sportreglements
Gruber, Weidler und Kraxner haben sich an die Überarbeitung des Sportreglements gemacht.
Es wurden bereits alle Beschlüsse lt. Sitzungsprotokollen in das Reglement eingearbeitet. Es fehlt nun noch die Tarifordnung. Diese sollte in den nächsten 1-2 Wochen ebenfalls fertig werden. Die neue Fassung wird den Vereinen dann per mail zur Review zugesendet.

7. Abschluss der Rechnungsprüfung (vergangene Periode)
Am 12. August 2016 fand eine weitere Kassaprüfung mit Peter Kaufmann, Martin Reiter und Erich Gruber statt. Dabei wurden auch die Jahre 2011 und 2012 geprüft, was eine Reihe weiterer fehlender Belege zu Tage gefördert hat. Diese betreffen unter anderem die Kosten für
die WPBV Homepage, Pokalrechnungen, Zimmerkosten für Senioren-ÖMs etc.
Die meisten dieser Rechnungen konnten mittlerweile beschafft werden. Allerdings bleiben noch einige Beträge, die der Genehmigung durch die Vereine bedürfen:
• Beschluss über einen Differenzbetrag von 4,00 € zwischen der Überweisungssumme und dem tatsächlichen Rechnungsbetrag der Fa. Metzger. Diese Differenz geht vermutlich auf Mahnspesen zurück.
Wird mit 8 Stimmen dafür (2 Enthaltungen) von den Vereinen genehmigt.
• Beschluss über einen Betrag von 154,19 €, die von Gregor Jurkowitsch für die Verpflegung und WPBV-Flyer am Tag des Sports (3.10.2011) ausgegeben wurden.
Wird mit 8 Stimmen dafür (2 Enthaltungen) von den Vereinen genehmigt.
• Beschluss über einen Betrag von 303,80 €, die Rene Fürst insgesamt für die Teilnahme an zwei Senioren-ÖMs genehmigt wurden. Die Originalbelege sind nicht mehr auffindbar; die ersatzweise Abrechnung erfolgt über eine PRAE-Liste.
Wird mit 8 Stimmen dafür (2 Enthaltungen) von den Vereinen genehmigt.

Der Rechnungsprüfer Peter Kaufmann ist derzeit auf Urlaub. Die Kassaprüfung wird fortgesetzt, sobald er wieder verfügbar ist.
Das Präsidium stellt den Antrag, dass der Kassier Martin Reiter ohne weitere Abstimmung als entlastet gilt, unter der Bedingung, dass die finale Prüfung erfolgreich ist, und ein schriftlicher Prüfbericht vorliegt.
Dieser Antrag wird mit 8 Stimmen dafür (2 Enthaltungen) angenommen.

Der Kassier hat vor der Sitzung einen schriftlichen Kassabericht an das Präsidium gesendet (wird gemeinsam mit diesem Protokoll auch an die Vereine weitergeleitet).
• Der Kassastand beträgt derzeit rund 8.100 €, wobei noch offene Forderungen von ca. 6.600 € bestehen (Verbandsrechnungen vergangene Saison).
• Die Übergabe der Kassa ist mit 31.12.2016 geplant. Zu diesem Zeitpunkt wird der Stand voraussichtlich etwa 11.000 – 12.000 € betragen.
Der Kassier schlägt daher Investitionen in Jugendarbeit und neue Kaderdressen vor. Patrick Kraxner meldet sich freiwillig, sich um die Organisation der Dressen zu kümmern.

8. Allfälliges

8.1 Taggeld für Betreuung letzte ÖM
Christian Krivak hat noch Taggelder für seine Betreuerfunktion bei der ÖM 2015 offen. Er wird gebeten, diese Taggelder über ein PRAE-Formular in Rechnung zu stellen.

8.2 Regeländerungen
Es gibt einige Neuerungen bei den Spielregeln (siehe Link zu den EPBF Spielregeln auf der ÖPBV Download Seite). Der Präsident erinnert an die Vereinbarung, dass am Beginn der Saison Auffrischungen durch die Oberschiedsrichter Robert Röhr bzw. Andreas Huber bei jedem
Verein durchzuführen sind. Die Vereine haben sich selbständig um einen solchen Termin zu kümmern.

8.3 Ermahnung bezüglich Rauch- und Alkoholverbot
Das Präsidium weist zum wiederholten Mal darauf hin, dass bei allen WPBV-Bewerben (Einzelturniere und Landesliga) Rauch- und Alkoholverbot herrscht. Wir werden in der kommenden Saison verstärkt auf die Einhaltung dieser Regelung achten und entsprechende Strafen ausstellen.
In diesem Zusammenhang wird auch auf eine Reglementänderung des ÖPBV verwiesen, die wir im WPBV übernehmen: Bei regelwidrigem Verhalten in einer Mannschaftsbegegnung wird nicht mehr die ganze Begegnung, sondern nur mehr die Partien des betroffenen Spielers
strafverifiziert.

Die Sitzung endet um 20:15 Uhr.