Wien Cup – Zwei Marathons an einem Tag

Wien Cup – immer eines der Turniere mit echtem Eventcharakter, man könnte sagen ein Turnier mit eigenen Gesetzen. Eines dieser Gesetze ist, dass die Anzahl der teilnehmenden Spieler jene der Einzelturniere stets deutlich übersteigt – und zwar heuer fast um 100%. Neuer Rekord: Sagenhafte 20 Teams (in etwa 70 Spieler) fanden sich im Köö Kreilplatz ein, das wie immer einen mehr als würdiges Ambiente bot. Die Pooldogs-Turnierleitung arbeitete auch mit gebeamtem Raster, um die Auslosung für alle Spieler sichtbar zu machen.

Ein weiteres Gesetz des Wien Cup ergibt sich aus den Feinheiten seines Modus – der Druck auf jeden einzelnen ist um ein ganzes Stück höher als bei jedem anderen Turnier – und so kommt es, dass die Matches im Schnitt deutlich länger dauern, als bei Einzel-Events. Ein Umstand, der an diesem Tag in einer weiteren Besonderheit enden sollte, doch dazu später.

Vorrunde:

 

Wie immer im Triple-KO Modus ging es durch die Vorrunden und es erwischte auch einige erfahrene Teams schon sehr früh. So mussten sich etwa Union 2 (Ringl, Schunerits, Obradovic) mit Platz 17 begnügen, nachdem sie gleich in der ersten Runde gegen das Team KÖÖSieben 2 (Müller, Witzemann, West) antreten mussten und in die 1.Hoffnungsrunde kamen. Dort gewannen sie nur knapp gegen Lizard 1 (Reithmeier, Szöke, Kraxner) mit 5:4, nur um gegen eben dieses Team nochmal in der 2.Hoffnungsrunde zu spielen und mit 2:5 unterlagen. Die allseits bekannte „Mädels“-Truppe von Top Shot (Evi Hauer, Christl Drexel und Peter Tekula) beendeten den Cup auf Platz 15. Obwohl Sie sich gegen KÖÖ Sieben 3(Andreykow, Michalko, Shahrzad) noch behaupten konnten, war auch für sie gegen Lizard 1 schluss. Die Lokalmatadore von Pooldogs 2 („Tomsn“ Triml, „Lex“ Eidler und Mark Buquid) hatten sich vermutlich mehr ausgerechnet als den 12. Platz, doch der Spaß am Spiel überwog wie auch bei allen anderen Teams die eventuelle Enttäuschung. Konnten sie in der Hauptrunde noch gegen Lizard 1 mit 5:3 gewinnen, mussten sie doch in der 1.Hoffnungsrunde gegen Pooldogs 3 eine bittere Niederlage einstecken, nur um dann in einer nervenzerreibenden Partie gegen Lizard 1 mit 4:5 zu unterliegen.

Das ganz große Sensationsteam gab es heuer dennoch nicht, ins Viertelfinals zogen durchwegs Favoriten und als stark einzuschätzende Teams ein. Ohne Niederlage qualifizierten sich die Bundesligisten Union 1 (Mike Mosler, Alen Rasic und Miklos Greffer), sowie ihre Vereinskollegen Union 3 (Flo Herzinger, Wallaa Alimouni, Christian Necimer).

 

Eine Niederlage leisteten sich das Favoritner Team „die Zuschauer“, das keineswegs gewillt war, seinen Namen zum Programm zu machen. Aleks Kvas, Jürgen Wölfer und Stefan Köller zeigten starkes Teamwork und zogen mit einem Sieg über das wohl höher eingeschätzte Einser-Team von Köö7 ins Viertelfinale ein. Letztere (Andre Strojnik, Dalibor „Bobby“ Ivanovic und Andre „Fu“ Fuentes) konnten sich von diesem Schock nicht mehr erholen und scheiterten auch an ihrer letzten Chance zum Viertelfinaleinzug an Lizard 1 (Patrick Kraxner, Fabian Reithmeier und ein durch einen Unfall geschwächter Mario Szöke) mit 4:5. Lizard 1 konnte sich trotz überraschend schnellem Einzug in die 2.Hoffnungsrunde 2mal gegen Teams durchsetzen, gegen die sie davor verloren hatten (Union 2, Pooldogs 2) um sich an diesem Marathon Tag mit 7 gespielten Partien für das Viertelfinale zu qualifizieren.

Die zweite Mannschaft die über die erste Hoffnungsrunde durchging waren die Vereinskollegen der „Zuschauer“, Erich Gruber und Company (Roman „Paverl“ Pavitschitz und Sebastian Harding) vom Team Top Shot.

Und auch das Heimteam von Bundesligist Pooldogs 1 (Alex Filkov, Denver Amoyo und Francis Semana) nutzte in der Hoffnungsrunde 1 ihre Chance.

Im letzten Abdruck, der zweiten Hoffnungsrunde, kamen die erwähnten Lizard 1 weiter, sowie noch zwei weitere Pooldogs-Teams: Pooldogs 3, der Zweitplatzierte vom letzten Jahr spielte gewohnt konzentriert und willensstark und ließ sich den kräftezehrenden Tag letztlich nicht anmerken – Marcus „Mäcs“ Bräuer, Matthias Kiracti, Amir Maurer und Markus „Z“ Zlabinger setzten sich 5:1 gegen Lizard 2 (Stark, Striz, Strak) durch.

Zweitligist Pooldogs 4 (Martin Reiter, Gregor Jurkowitsch, Peter Kurdys und Volker Kemeter) hatte gegen Top Shot 2 (Georg Schittenhelm, Manuel „Kobi“ Erlinger und Roman Duschek) mit 5:3 das bessere Ende für sich.

Somit standen die Viertelfinalisten fest und zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich bereits ab, dass der Wien Cup 2018 zur Marathonveranstaltung werden würde. Die Zähigkeit der Spieler, der notwendige Konzentrationsaufwand und die Coaching-Situationen hatten enorm viel Zeit gekostet und wir näherten uns bereits Mitternacht!!!

 

Finalrunde:

 

Die Viertelfinali lauteten:

Union 1 vs Lizard 1, Pooldogs 1 vs Pooldogs 4, Pooldogs 3 gegen die Zuschauer und Union 3 vs Top Shot.

Union 1 kämpfte das Lizard1 -Team knapp mit 5:3 nieder, wobei Mosler mit einer, durch eine Fehlstellung verursacht, genialen 8 sein ganzes Potential zeigen musste.

Pooldogs 1 wurde mit einem klaren 5:1 seiner Favoritenrolle gerecht, und Pooldogs 3 machte die Zuschauer nun doch zu ebensolchen, mit einem souveränen 5:2. Am spannendsten machten es Union 3 und Top Shot, und letztlich siegte – vielleicht etwas überraschend Union 3 mit 5:4. Zu diesem Zeitpunkt war bereits die Entscheidung getroffen worden, dass der Wien Cup aus Rücksicht auf die Lokal-Schließungszeit und die frühmorgentlichen beruflichen Verpflichtungen mancher Teilnehmer, nicht mehr an diesem Abend beendet wird. Das Semifinale und das Finale wurden auf den späten Nachmittag des Staatsfeiertags am 1. Mai verlegt.

Die Halbfinalbegegnungen fanden an einem sonnigen Frühlingstag am Tag der Arbeit (1.Mai) statt.

Die Paarungen im Detail:
Union 3 gegen Pooldogs 1 – Die zusammengestellte Union 3 Truppe machte kurzen Prozess mit den Pooldogs und zogen mit einem 5:1 klar ins Finale ein. Hingegen hatte die Mannschaft von Union 1 etwas mehr Mühe mit den Landesligisten der Wiener Liga. Ein hart umkämpftes 5:3 hat dennoch gereicht, dass beide Pooldogsmannschaften sich den 3. Platz teilten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finale:

 

Dem Finale fehlte es anfangs ein wenig an Spannung und Union 1 stellte ohne Fehler auf ein 2:0 ehe Union 3 zurückkehrte und ausglich. Danach ging es wieder hin und her und beim Stand von 4:3 schaffte Miklos den Matchball und holte den Sieg für Union 1 am heurigen Wien Cup.

Wir gratulieren allen Teilnehmern insbesondere der Mannschaft Union 1 zum Sieg mit Alen, Mike und Miklos.

Das Turnier endete um 21:30 Uhr


Platzierungen:

Union Wien 1 1 Rasic Alen Mosler Michael Grefler Miklos
Union Wien 3 2 Herzinger Florian Necimer Christian Walla A.
Pooldogs 1 3 Amoyo Denver Filkov Alex Semana Francis
Pooldogs 3 3 Bräuer Marcus Maurer Amir Zlabinger Markus Kiracti Matthias
TopShot 5 Pavitschitz Roman Gruber Erich Harding Sebastian
Pooldogs 4 5 Reiter Martin Jurkowitsch Gregor Kurdys Peter Kemeter Volker
Die Zuschauer 5 Köller Stefan Wölfer Jürgen Kvas Aleks
Lizard 1 5 Kraxner Patrick  Reithmeier Fabian Szöke Mario
TopShot 2 9 Duschek Roman Erlinger Manuel Schittenhelm Georg
Liz 2 9 Stark Clarissa Striz Mark Strak Max
Köö Sieben 1 9 Strojnik Andre Fuentes Andre Ivanovic Dalibor
Pooldogs 2 12 Triml Thomas Eidler Alex Buquid Mark
Die Unionjokers 12 Ayaydin Melanie Pichler Günther Pokhrel Diwaker
Köö Sieben 2 12 Müller Ernst Wittemann Domink West Anton
Union 5 15 Steszgal Simon Schmitt Bousska Jens Eder Siegfried
Die Mädels 15 Drexel Christina Hauer Eva Tekula Peter
Black Mamba 17 Maska Rainer Maska Florian Mackic Kristian
Poolkings 3 17 Traxler Gerhard Bednarik Walter Pietsch Martin
Union 2 17 Ringl Wolfgang Schunerits Rene Obradovic Zlatan
Köö Sieben 3 17 Andreykow Wolf Michalko Milan Shahrzad Nima

Martin Reiter, Obmann | PBC Pooldogs Wien

Edit: Fabian Reithmeier, Pressereferent Wpbv

The Lizard Pool Club

KÖÖ Mariahilferstraße 122, 1070 Wien