4.BT Tolle Billardatmosphäre in der Kirchengasse

Am 7. Jänner 2018 fand nach über 15 Jahren endlich wieder ein Lizenzturnier in der Kirchengasse statt und die Zuschauer machten es zu einem unvergesslichen Ereignis. 42 Teilnehmer liesen es sich nicht nehmen dem wieder gegründeten Verein ein Besuch abzustatten. Unter ihnen befanden sich drei Damen sowie als einzige Jugendliche die sympathische Amelie Fial vom veranstaltenden Verein.

In enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung des Lokales konnten wir auf allen 12 Tischen (9 Fuß) einen geregelten und zügigen Spielablauf, unter der Aufsicht von West Anton, Müller Ernst, Andre Strojnik und Christina Drexel, verfolgen. Unser Team bedankt sich bei allen TeilnehmerInnen und dem Personal des KÖÖ 7 für die Fairness und die absolut tolle Atmosphäre im immer noch bekanntem Kellerlokal der Kirchengasse.

Vorrunde:

Bereits früh gab es einige Überraschungen zu verzeichnen, da zum Beispiel Daria Holieva den zweit Platzierten der letzten 8er Ball LM, Amir Maurer, mit einem 5:3 Sieg auf die Verliererseite schickte. Das starke Auftreten der Damen bestärkte Christina Dexel, die sich ihren Weg auf der Gewinnerseite erkämpfte und es bis zu den Aufstiegsspielen der Finalrunde schaffte. Wir gratulieren ihr zu einem guten 9ten Platz und somit besten Platzierung der Damen.

In der Siegerrunde durften wir in den Aufstiegsspielen folgende Begegnungen beobachten:

Fuentes:Striz → Ergebnis 5:0, Eidler:Ivanovic → Ergebnis 5:3, Reithmeier : Strojnik → Ergebnis 5:4, Drexel : Kaczkowski → Ergebnis 2:5

Begegnungen Verliererrunde um den Aufstieg in die Finalrunde:

Schwab : Ivanovic → Ergebnis 5:4, Jackson : Striz → w.o. Striz, Pavitschitz : Drexel → Ergebnis 5:1, Strojnik : Kemeter → Ergebnis 4:5

Starke Spieler wie Buquid, Perus, Ivonavic Dalibor und Strojnik die sonst in fast jeder Finalrunde zu finden sind, mussten die Segel streichen und Platz machen für neue Gesichter in der Billardszene. Ivanovic und Strojnik kämpften am härtesten um den Aufstieg, welches an den knappen Ergebnissen zu entnehmen ist. Strojnik hatte auf der Gewinnerseite seine Partie mit 4:1 Führung gegen Reithmeier bereits in der Hand, aber an seine vergebene 9 wird er noch lange denken. Überrascht noch einmal an den Tisch zu kommen nahm Reithmeier seine Chance wahr und bescherte Strojnik mit seinem sicherheitsbewussten Spiel viel Kopfzerbechen, nur um dann bei einem Spielstand von 4:4 die entscheidende Partie auszuschiessen.  Ivanovic und Andre verloren auf der Verliererseite bei einem Spielstand von 4:4 schlussendlich nahezu zeitgleich gegen einen Kombinationsstoß ihrer Konkurrenten auf die 9.

Finalrunde:

An diesem grauen Sonntag Nachmittag konnten wir nicht nur die üblichen Verdächtigen in der Finalrunde der besten 8 begrüßen, sondern manche Spieler durften ihre Premiere feiern, wie zum Beispiel Sam Jackson von The Lizard Pool Club und Raczkowski von Union. Sam konnte mit seiner bedachten Spielweise überzeugen und wir gratulieren ihm besonders für diese tolle Leistung. Raczkowski, der erst vor einem Jahr von Polen nach Wien gekommen ist und sein zweites Turnier bestritt, sollte noch zeigen das er große Pläne hatte. Größter Überraschungsaufsteiger war aber mit Sicherheit der, durch seine OP körperlich eingeschränkte, aber dennoch gut spielende Volker Kemeter. Durch einen witzigen Irrtum wurde Volker nachdem er zwei Partien bereits verloren hatte auf Höhe des Museumsquartiers zurück beordert, nur um seine “eigentliche” Partie zu gewinnen um sich so seinen Finalrunden Beitritt zu sichern. Danke Ernstl für diesen amüsanten Patzer 🙂

Die 5 weiteren Teilnehmer um den Titel waren:

Fuentes, der die Ehre des KÖÖ 7 zu bewahren gedachte,

Schwab, der immer für eine Überraschung gut war und in der Saison bereits durch den 3ten Platz bei der 8er Ball LM überzeugen konnte,

Pavitschitz, die aktuelle Nr.4 in Wien und einer der konstantesten Spieler in der Gruppe

und Reithmeier, der von 4 gespielten Turnieren 3mal 5ter und bei der 8er Ball LM 3ter wurde und das alles durch Aufstiege in der Gewinnerrunde

 

Selbst die erfahrenen Teilnehmer hatten zu Beginn nicht mit der jubelnden Menge gerechnet, welche jeden ihrer guten Stöße honorierte, diesen Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lies und eine tolle Billardatmosphäre schuf.

Das ¼ -Finale ergab nach Auslosung folgende Begegnungen:

  • Fuentes : Jackson  7:2 → Fuentes spielte dominant und für ihn typisch aggressiv und lies den etwas nervösen Sam Jackson keine Chance in sein Spiel zu finden
  • Eidler : Pavitschitz 5:7 → die wohl spannenste Partie des Viertelfinales. Durch einen glücklich versenkten Ball von Pavitschitz beim einem Spielstand von 3:1 für Eidler und einem Ausschuss in der darauf folgenden Partie konnte Pavitschitz auf 3:3 aufholen, nur um sein wahres Können zu beweisen. Mit einem Zauberball bei 6:5 auf die 3 über Vorbande besiegelte Pavitschitz den Sieg über Eidler.
  • Reithmeier : Schwab 2:7 → Nachdem die beiden Spieler bereits auf der Gewinnerseite aufeinander getroffen sind, war Schwab nach seinem 1:5 Verlust auf Rache aus. Das Ergebnis wirkt zu eindeutig mit 7:2 für Schwab, da alle Partien hart umkämpft waren und sich die beiden schier endloses Save-Battle lieferten.
  • Kaczkowski : Kemeter 7:2 → Michal schien gerade aufgewacht zu sein und wirkt frisch und munter. Zu Volkers Überraschung musste er zusehen wie Kaczkowski 4 Partien in Folge vom Anstoss wegmachte. Er lies Kemeter nicht viele Chancen wieder in sein Spiel zu finden und somit endete das Spiel durch eine überzeugende Leistung mit 7:2

½ – Finale:

  • Fuentes : Pavitschitz 7:1 → Die 2te Begnung der Teilnehmer an diesem Tag. Bei ihrem ersten Zusammentreffen ging es 5:4 für Fuentes aus, doch im ½ -Finale schien das Ergebnis deutlicher mit 7:1 für Fuentes, wobei Pavitschitz mit einigem Pech zu kämpfen hatte und vom Turnierverlauf auch ein wenig ermüdet wirkte.
  • Kaczowski : Schwab 7:6 → Von Anfang an eine spannende und ausgeglichene Partie, wobei Schwab leider eine 6:4 Führung aus der Hand gab und Micha das gekonnt ausnutzte um sich den Sieg zu holen.

Finale:

Rund 20 Zuschauer waren anwesend um dem Finale beizuwohnen. Es wurde applaudert, geschnippst und gelacht, was zu einer ausgelassenen Stimmung von Spielern und Publikum führte. Vielen Dank an dieser Stelle an Anton West, der sich als Schiedsrichter bereit stellte um den ganzen noch einen professionellen “touch” zu verleihen.

  • Kaczkowski : Fuentes 7:3 → Fuentes versuchte sein Spiel der vorherigen Partien vorzusetzen und rannte fast in dieses Finale rein. Leider musste er bald einsehen, dass der lange Tag seinen Tribut vorderte und die Zuschauer mussten ungewohnte Fehler im Pot-Spiel des schnellen Fuentes beobachten. Kaczkowski hatte sein Können und die Finalteilnahme bestätigt indem er Fuentes darauf hin keine Chance mehr lies. Fuentes versuchte mit seinen letzten Energiereserven und seinem aggressiven Stil noch einmal das Ruder herum zu reissen, aber musste sich schlussendlich mit 7:3 geschlagen geben.

Wir gratulieren den Finalisten und bedanken uns bei allen Teilnehmern für das schöne Turnier.

Platzierungen:

Team KÖÖ7: West Anton, Müller Ernst, Andre Strojnik

Edit: Fabian Reithmeier, Pressereferent Wpbv

The Lizard Pool Club

KÖÖ Mariahilferstraße 122, 1070 Wien