1.LM “Machtdemonstration“ bei 8 Ball Landesmeisterschaft

An einem sonnigen Dezember Tag, fanden sich im KÖÖ – Favoritenstraße Ecke Landgutgasse immerhin 46 Wiener Spieler zur ersten Landesmeisterschaft der Saison 2017/2018 ein.

Vorab erfreulich zu berichten war die große Anzahl neuer und junger Gesichter, die Rückkehr einiger altbekannter Gesichter, sowie auch die Teilnahme dreier Damen bei einer LM der allgemeinen Klasse.

In den 14 Matches der ersten Runde kam es noch zu keinen nennenswerten Überraschungen, jedoch schon zu ein paar harten und langandauernden Gefechten, doch auf “nur“ 4 Gewonnene kann halt im 8 Ball schon der kleinste Fehler einen gravierenden Rückstand bedeuten, was viele zu doch etwas vorsichtigerem Spielverhalten veranlasst.

Auch in der zweiten Hauptrunde liefen quasi alle Matches nach Plan, wobei hier eines der neuen/jungen Gesichter schon ein kleines Ausrufezeichen setzen konnte. Milan Jovanovic (The Lizard Pool Club) bekam bei einem Rückstand von 1:3 gegen Sebastian Harding (Top Shot) eine unerwartete Chance. Ohne Harding nochmals an den Tisch zu lassen, drehte er das Match noch zu seinen Gunsten und gewann mit 4:3.

In der dritten Haupt-/Siegerrunde, also bereits knapp vor den Aufstiegsmatches ins Viertelfinale begann sich nun jedoch das Blatt zu wenden. Während sich mit Pavitschitz (Top Shot), Greffer und Schwab (beide Union) noch drei der Top 8 Spieler der Setzliste erwartungsgemäß durchsetzen konnten, lief es für andere Mitfavoriten schon nicht mehr so gut. Wiens Nummer 1 (Mosler – Union), verlor denkbar knapp gegen Zlabinger (Pooldogs), Titelverteidiger Gruber (Top Shot) zog gegen Reithmeier (The Lizard Pool Club) mit 2:4 den Kürzeren. Auch Eidler und Kiracti (beide Pooldogs) unterlagen knapp aber doch mit 2:4 und 3:4 gegen Maurer (Pooldogs) und Kvas (Top Shot).

Anmerkung der Turnierleitung:
Es schien fast als hätten Spieler mit “ungerader Setzung“ an einem “geraden Spieltag“ nicht viel zu melden, da die Nummern eins, drei, fünf und sieben der Setzung sich in den Hoffnungslauf verabschiedeten, während zwei, vier und acht sich hier durchsetzen konnten und auf ihr direktes Aufstiegsspiel vorbereiten durften.

Um den direkten Aufstieg ins Achtelfinale kam es daher zu folgenden Begegnungen.
Zlabinger, der zuvor noch gegen Mosler triumphieren konnte musste sich nun knapp mit 3:4 gegen Schwab geschlagen geben, und Kvas der soeben Kiracti in den Hoffnungslauf beförderte, tat selbiges nun auch nun mit seinem Vereinskollegen und Mitfavoriten Pavitschitz, wieder mit einem 4:3.
Reithmeier setzte seinen Erfolgslauf fort und siegte eindrucksvoll mit 4:0 gegen Strojnik (KÖÖ 7), und last but not least schaffte noch Maurer nach seinem Sieg gegen Eidler, es auch noch Greffer in die Verliererrunde zu senden, und sich somit als vierter fix fürs Viertelfinale zu qualifizieren.

Auch im Hoffnungslauf kam es bereits sehr früh zu kleinen Überraschungen, wodurch Spieler die üblicherweise länger im Turniergeschehen sind, heute die Möglichkeit bekamen, noch einen der letzten sonnigen und warmen Sonntag genießen zu können.

Duschek vom Heimverein Top Shot, aber auch Jurkowitsch (Pooldogs) und Weidler (PoolKings) sind nur drei der Namen die einem hier auf dem ungeliebten 33. Platz sofort ins Auge stechen. Auch für Rammer (KÖÖ 7) lief es bei seiner Rückkehr zu einer LM nach mehr als einem Jahrzehnt, trotz einiger starker Partien wohl nicht wie gewünscht.

Die folgenden drei Runden der Hoffnungsseite sollten ähnlich verlaufen wie die Erste. Aufgrund vieler Top Spieler die sich “früh hier unten tummelten“ kam es zu weiteren bekannten Ausfällen. Unter anderem erwischte es bereits relativ früh die beiden noch übrig gebliebenen Damen im Feld (Hauer und Drexel vom Heimverein Top Shot), wobei Drexel hier mit einer Niederlage im Familienduell und daher einem wohl nicht ganz zufriedenstellenden 17. Platz, immerhin noch beste Dame des Turniers werden konnte.

Ebenfalls wohl früher als erhofft, erwischte es Kiracti gegen seinen Vereinskollegen Sas (Pooldogs). Bräuer (Pooldogs) hatte Jukic (Union) kaum etwas entgegen zu setzen, und auch Harding musste gegen Mosler bereits früh im Turnier die Segel streichen, wobei es hier eindeutig so schien als würde Mosler durch den erhöhten Spielaufwand immer besser mit den schwierigen Bedingungen und Tischen zu Recht kommen. Immerhin bescherte ihm die Auslosung nach diesem Sieg gegen Harding noch zwei weitere Top-Akteure in Wien als Gegner, doch war er in der Lage sowohl Jukic als auch Greffer aus dem Turnier zu werfen, um sich fürs Viertelfinale zu qualifizieren.

Strojnik, Fuentes und Sas waren drei weitere bekannte Namen die sich einen Platz im Viertelfinale ausmachen mussten, Fuentes setzte sich zwar noch gegen Sas mit 4:2 durch, zog dann aber um den Aufstieg gegen Strojnik mit 3:4 den Kürzeren.
Kraxner (The Lizard Pool Club) war noch in der Lage in einem nervenaufreibenden Duell gegen Eidler zu gewinnen. Nach einem dry break von Eidler beim Spielstand von 1:3 schoss der Präsident des Lizard Pool Clubs die Partie gekonnt aus und lies Eidler bis zum Spielende nicht mehr an den Tisch. 2 fehlerfreie Racks später wurde das Endergebnis mit 4:3 für Kraxner notiert. Leider verlor er dann etwas geschwächt von dem langen Tag, um den Aufstieg gegen Zlabinger (2:4).

Den letzten Platz im Achtelfinale machten sich Jovanovic, Gruber und Pavitschitz untereinander aus, wobei hier Gruber nach zwei harten und knappen Matches (4:3, 4:2) siegreich bleiben konnte. Gratulation an dieser Stelle nochmal an Jovanovic der in seiner ersten Saison den amtierenden 8er Ball Veteran in einer spannenden Partie nur knapp mit 4:3 unterlag.

Finalrunde:

Im Viertelfinale sind nur noch zwei der Top 8 Spieler übriggeblieben. Wiens Nummer 1 Mosler, der immer besser ins Spiel kam, und Titelverteidiger Gruber der in seinem Heimverein nie zu unterschätzen ist, doch auch alle anderen Akteure waren an diesem Tag jederzeit für eine Überraschung gut.

Mosler ließ sowohl im Viertelfinale als auch im Halbfinale keinen Zweifel an seiner Stellung in Wien aufkommen, fegte Kvas mit 5:1 von der Platte und fertigte danach noch Schwab (der gerade im Viertelfinale noch Strojnik zu null nach Hause schickte) mit 5:0 ab. Strojnik konnte an dieser Stelle bereits tolle Ergebnisse in der laufenden Saison verzeichnen und wir sind auch in zukünftigen Turnieren auf seine Leistung gespannt. Mosler gewann beide Matches in Rekordzeit und das alles nachdem er zuvor bereits gegen Jukic und Greffer siegreich blieb.

Reithmeier, der schon etwas müde schien, gewann sein Viertelfinale noch knapp mit 5:3 gegen Zlabinger, bevor er dann im Halbfinale aber deutlich mit 1:5 gegen Maurer unterlag, wobei man auch hier die Leistung von Maurer über den gesamten Tag nochmals hervorheben muss. Nicht nur sein klarer 5:2 Sieg gegen Gruber im Viertelfinale, sondern auch seine Siege gegen Eidler und Greffer zuvor, ließen die Zuseher auf ein spannendes Finale hoffen.

Finale:

Doch wie schon in der Überschrift erwähnt, sollte dieser Tag mit Ausnahme eines kleinen Ausrutschers eine klare “Machtdemonstration“ von Wiens Nummer 1 werden, denn auch im Finale kam bereits nach kurzer Zeit kein Zweifel mehr auf, wer den ersten Landesmeistertitel der Saison gewinnen sollte. Mosler gewann abermals klar mit 5:1 und in den letzten 3 Runden des Tages daher mit einem Gesamtscore von 15:2 !

Gratulation den beiden Top-Akteuren, Mike Mosler zum 8-Ball Landesmeistertitel,
und Amir Maurer zu seinem ersten Vizelandesmeister.

Platzierungen:

1.Platz – Michael Mosler (Union)
2.Platz – Amir Maurer (Pooldogs)
3.Platz – Georg Schwab (Union)
3.Platz – Fabian Reithmeier (The Lizard Pool Club)

5.Strojnik, Kvas, Gruber, Zlabinger

9.Pavitschitz, Kraxner, Greffer, Fuentes

13.Sas, Jukic, Eidler, Jovanovic

17.Kiracti, Kazkowski, Maska Florian, Ivanovic, Harding, Drexel, Bräuer, Schunerits

25.Obradovic, Hauer, Losert, Wölfer, Reiter, Kurdys, West, Predjeskovic

33.Pietsch, Gartner, Striz, Hollieva, Rammer, Gajic, Freudensprung, Krivak, Duschek, Weidler, Maska Rainer, Müller, Jurkowitsch, Traxler

Erich Gruber, Präsident Wpbv

Köö X, Favoritenstraße 92

Edit: Fabian Reithmeier, Pressereferent Wpbv

The Lizard Pool Club

KÖÖ Mariahilferstraße 122, 1070 Wien